Eine Drohne in Österreich zu fliegen folgt demselben EU-Regelwerk wie im übrigen Europa, aber die Formalitäten laufen über eine einzige nationale Behörde: Austro Control. Vor deinem ersten Flug musst du in der Regel eine vorgeschriebene Haftpflichtversicherung abschließen, dich als Betreiber im dronespace.at-Portal registrieren (für eine Gebühr von 46,80 EUR), jede Drohne mit deiner Betreibernummer kennzeichnen und den kostenlosen Kompetenznachweis A1/A3 bestehen. Dieser Leitfaden führt dich für 2026 durch jeden Schritt mit den genauen Gebühren, Altersgrenzen und Regeln und verlinkt jede Angabe zu Austro Control, zur EASA oder zum EU-Recht, damit du alles selbst überprüfen kannst.
Das eine, was du dir merken solltest: Registrierung und Kompetenznachweis sind zwei verschiedene Dinge. Du registrierst den Betreiber (dich, den Halter) einmalig für deine gesamte Flotte, und du weist getrennt davon deine fliegerische Kompetenz je Unterkategorie nach. Die meisten Besitzer von Kameradrohnen brauchen beides, plus eine Versicherung, vor dem ersten Flug.
Österreich folgt den EASA-Regeln, aber die Registrierung läuft über Austro Control
Die EU offene Kategorie und ihre Unterkategorien A1, A2 und A3 sind europaweit in der Verordnung (EU) 2019/947 definiert, sodass die Flugregeln in Österreich mit denen jedes anderen EASA-Staates identisch sind (EASA offene Kategorie). National geregelt wird die Verwaltung: Betreiberregistrierung, Betreibernummer und die Kompetenzprüfungen laufen alle über das dronespace.at-Portal von Austro Control (Austro Control RPAS). Für den breiteren europäischen Rahmen siehe unseren Überblick zu den EU-Drohnenregeln für 2026, und unser Drohnen-Regulierungs-Hub sammelt die Länderleitfäden im Detail.
Wer sich registrieren muss und wer die Prüfung bestehen muss
Die Betreiberregistrierung ist für Drohnen mit einer Startmasse ab 250 g erforderlich, und ebenso für leichtere Drohnen, die einen Sensor tragen, der personenbezogene Daten erfassen kann, was eine typische Kameradrohne abdeckt. Geräte bis 249 g ohne Klassenkennzeichnung und ohne einen solchen Sensor fliegen unter A1 ohne Registrierung (Austro Control FAQ). Der Kompetenznachweis, der Drohnenführerschein, ist getrennt davon für Drohnen über 250 g Startmasse verpflichtend (Austro Control FAQ).
⚠️ Warum eine Kameradrohne unter 250 g trotzdem registriert werden muss
Ein beliebtes Modell unter 250 g wie eine DJI Mini ist leicht genug, um dem Gewichtsauslöser zu entgehen, aber seine Kamera ist ein Sensor, der personenbezogene Daten erfassen kann. Damit fällt es unter den zweiten Auslöser, sodass sich der Betreiber trotzdem registrieren und es kennzeichnen muss, auch wenn der Kompetenznachweis bei diesem Gewicht nicht gilt. Registrierung und Prüfung sind getrennte Fragen: Die Kameradrohne braucht die erste, aber nicht die zweite.
Schritt 1: Zuerst die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung regeln
Die Versicherung ist nicht optional, und es lohnt sich, sie vor allem anderen zu regeln. Du musst eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckung von 750.000 SZR halten, die in Österreich gültig ist, ein Mindestwert, der in der Verordnung (EG) 785/2004 verankert und durch das österreichische Luftfahrtgesetz bekräftigt wird (Verordnung (EG) 785/2004). Du lädst das Policendokument bei der Registrierung nicht hoch, aber du musst die Nummer der Versicherungspolice eingeben, sodass die Deckung zuerst bestehen muss (Austro Control dronespace).
Für rein private Nutzung kann eine Erweiterung deiner bestehenden Privathaftpflicht ausreichen, aber viele Standardpolicen schließen Drohnen aus, also prüfe den genauen Wortlaut. Für gewerbliche Nutzung brauchst du in der Regel eine eigene Drohnenpolice. Unser Vergleich von Drohnenversicherungen zeigt dir, wie du eine Police findest, die den SZR-Mindestwert erfüllt und dort gültig ist, wo du fliegst.
Schritt 2: Als Betreiber auf dronespace.at registrieren
Die Betreiberregistrierung erfolgt online unter dronespace.at/registrierung. Die Gebühr beträgt 46,80 EUR inklusive Mehrwertsteuer, und die Registrierung ist 3 Jahre gültig, danach muss sie erneuert werden (Austro Control FAQ). Um dich als Betreiber zu registrieren, musst du mindestens 18 Jahre alt sein (Austro Control FAQ). Am Ende des Vorgangs erhältst du eine Betreiber-Registrierungsnummer, die auf jede Drohne kommt, die du fliegst.
Schritt 3: Jede Drohne mit der Betreibernummer kennzeichnen
Die Betreiber-Registrierungsnummer muss deutlich sichtbar auf allen Drohnen angebracht werden, die der Betreiber verwendet (Austro Control FAQ). Eine einzige Nummer deckt deine gesamte Flotte ab, sodass derselbe Identifikator auf jedes Fluggerät kommt, das du besitzt. Wo die Drohne ein Remote-ID-System unterstützt, trage die Betreibernummer auch dort ein. Zur Remote-ID-Seite der Konformität siehe unseren Leitfaden zur Remote-ID-Konformität.
Schritt 4: Die kostenlose Online-Kompetenzprüfung A1/A3 bestehen
Austro Control stellt das Online-Training und die Prüfung A1/A3 kostenlos zur Verfügung. Die Prüfung umfasst 40 Multiple-Choice-Fragen, und das daraus resultierende Zertifikat ist gemäß UAS.OPEN.070 der Verordnung (EU) 2019/947 fünf Jahre gültig und in allen EASA-Mitgliedstaaten anerkannt (Austro Control Drohnenführerschein, UAS.OPEN.070). Das Mindestalter zum Erwerb des Führerscheins beträgt 16 Jahre; jüngere Piloten dürfen nur unter der direkten Aufsicht eines qualifizierten Fernpiloten fliegen (Austro Control FAQ). Dieser Nachweis ist für Drohnen über 250 g erforderlich, die unter A1 oder A3 fliegen.
Schritt 5 (optional): Auf das A2-Zertifikat aufstocken
Wenn du C2-Drohnen (unter 4 kg) näher an unbeteiligten Personen fliegen möchtest, brauchst du das A2-Fernpilotenzeugnis. Die A2-Prüfung kostet 69,60 EUR und besteht aus 30 Multiple-Choice-Fragen (Austro Control Drohnenführerschein). Sie erlaubt dir, 30 m Abstand zu unbeteiligten Personen einzuhalten, reduziert auf 5 m im Langsamflugmodus, statt des A3-Abstands von 150 m. Wie der A1/A3-Nachweis ist das A2-Zertifikat gemäß Verordnung (EU) 2019/947 fünf Jahre gültig (Verordnung (EU) 2019/947). Wenn deine Drohne unter 250 g liegt oder du gerne den A3-Abstand von 150 m einhältst, kannst du es überspringen.
Wie die Unterkategorien zu deiner Drohne passen
Das meiste Fliegen im Freizeitbereich und im leichten kommerziellen Bereich findet in der EU offenen Kategorie statt, die Flüge auf 120 m über Grund begrenzt (Austro Control). Innerhalb dieser Kategorie entscheidet die Unterkategorie, wie nah du an Menschen fliegen darfst:
| Unterkategorie | Drohnen | Abstandsregel | Benötigter Nachweis |
|---|---|---|---|
| A1 | C0 (unter 250 g), C1 (unter 900 g) | Kein Überfliegen von Menschenansammlungen | A1/A3-Nachweis (C1) |
| A2 | C2 (unter 4 kg) | 30 m von Menschen (5 m im Langsamflugmodus) | A2-Zertifikat |
| A3 | C3, C4, bis 25 kg | 150 m von Menschen und bebauten Gebieten | A1/A3-Nachweis |
Diese Schwellenwerte stammen direkt von der EASA: A1 deckt C0- und C1-Drohnen ohne Überfliegen von Menschenmengen ab; A2 deckt C2-Drohnen unter 4 kg bei 30 m Abstand zu unbeteiligten Personen ab (5 m im Langsamflugmodus); und A3 deckt C3- und C4-Drohnen bis 25 kg ab, die 150 m von Menschen sowie von Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten entfernt zu halten sind (EASA).
Deine Schritt-für-Schritt-Checkliste
- Prüfe den Auslöser. Registriere dich, wenn die Drohne 250 g oder mehr wiegt, oder wenn sie leichter ist, aber einen Sensor trägt, der personenbezogene Daten erfassen kann (eine Kamera).
- Schließe eine Haftpflichtversicherung ab mit mindestens 750.000 SZR, gültig in Österreich. Eine Erweiterung der Privathaftpflicht kann für rein private Nutzung ausreichen; andernfalls brauchst du eine eigene Drohnenpolice. Du brauchst die Policennummer für die Registrierung.
- Registriere dich als Betreiber auf dronespace.at. Du musst mindestens 18 Jahre alt sein. Zahle 46,80 EUR inklusive Mehrwertsteuer; die Registrierung ist 3 Jahre gültig.
- Kennzeichne jede Drohne mit der Betreiber-Registrierungsnummer, deutlich sichtbar angebracht, und trage sie in das Remote-ID-System ein, sofern die Drohne es unterstützt.
- Bestehe die kostenlose Online-Prüfung A1/A3 von Austro Control (40 Multiple-Choice-Fragen). Mindestalter 16 Jahre. Das Zertifikat ist fünf Jahre gültig und EU-weit anerkannt.
- Fliege innerhalb deiner Unterkategorie und niemals höher als 120 m über Grund.
- Optionale Aufstockung. Für C2-Einsätze näher an Menschen bestehe die A2-Prüfung (30 Fragen, 69,60 EUR), gültig fünf Jahre.
Kurzübersicht: Gebühren, Gültigkeit und Altersgrenzen
| Posten | Gebühr | Gültigkeit |
|---|---|---|
| Betreiberregistrierung | 46,80 EUR (inkl. MwSt.) | 3 Jahre |
| Kompetenzprüfung A1/A3 | Kostenlos (40 Fragen) | 5 Jahre |
| A2-Zertifikat | 69,60 EUR (30 Fragen) | 5 Jahre |
| Haftpflichtversicherung | Je nach Versicherer | Laufend, verpflichtend |
Zum Alter: Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, um dich als Betreiber zu registrieren, während das Mindestalter für den Drohnenführerschein 16 Jahre beträgt; unter 16-Jährige dürfen nur unter der direkten Aufsicht eines qualifizierten Fernpiloten fliegen (Austro Control FAQ). Die Aufteilung ergibt Sinn, sobald du die Rollen trennst: Der Betreiber, der sich registriert und die Versicherung trägt, ist der verantwortliche Erwachsene, während das Pilotenalter regelt, wer die Drohne tatsächlich steuern darf. Planst du auch, über die Grenze zu fliegen? Vergleiche die Regeln im benachbarten Deutschland in unserem Leitfaden zum Registrieren einer Drohne in Deutschland, und stöbere in weiteren praktischen Anleitungen im Bereich der Drohnen-Leitfäden.
Fazit: zuerst versichern (mindestens 750.000 SZR, gültig in Österreich), als Betreiber auf dronespace.at für 46,80 EUR registrieren, jede Drohne mit deiner Betreibernummer kennzeichnen und dann die kostenlose Prüfung A1/A3 bestehen. Ein typischer privater Kameradrohnenpilot zahlt die 46,80 EUR Registrierung plus Versicherung, wobei der A1/A3-Führerschein kostenlos ist, und ergänzt nur dann die 69,60 EUR für die A2-Prüfung, wenn er C2-Drohnen nahe an Menschen fliegt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet es, eine Drohne in Österreich zu registrieren?
Die Betreiberregistrierung bei Austro Control kostet 46,80 EUR inklusive Mehrwertsteuer und ist 3 Jahre gültig, bevor sie erneuert werden muss. Das Online-Training und die Prüfung zum Kompetenznachweis A1/A3 werden kostenlos angeboten. Die A2-Zertifikatsprüfung kostet, falls du sie brauchst, zusätzliche 69,60 EUR. Hinzu kommt die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, deren Preis je nach Versicherer variiert. Ein typischer privater Kameradrohnenpilot zahlt also die 46,80 EUR Registrierung plus Versicherung, wobei der A1/A3-Führerschein kostenlos ist.
Muss ich eine Kameradrohne unter 250 g in Österreich registrieren?
Meistens ja. Austro Control verlangt die Betreiberregistrierung für Drohnen ab 250 g, und ebenso für leichtere Drohnen, die einen Sensor tragen, der personenbezogene Daten erfassen kann, was eine typische Kameradrohne einschließt. Ein beliebtes Modell unter 250 g mit Kamera braucht daher die Betreiberregistrierung, auch wenn es ohne Kompetenznachweis unter A1 fliegen darf. Eine Drohne unter 250 g ohne Kamera oder Sensor für personenbezogene Daten, oder ein echtes Spielzeug, braucht keine Registrierung.
Ist eine Drohnen-Haftpflichtversicherung in Österreich Pflicht?
Ja. Du musst eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckung von 750.000 SZR halten, die in Österreich gültig ist, eine Anforderung, die in der Verordnung (EG) 785/2004 verankert und durch das österreichische Luftfahrtgesetz bekräftigt wird. Du reichst das Policendokument bei der Registrierung nicht ein, aber du musst die Nummer der Versicherungspolice während des Online-Registrierungsvorgangs eingeben, also regle die Deckung zuerst. Für rein private Nutzung kann eine Erweiterung deiner Privathaftpflicht ausreichen; gewerbliche Nutzung braucht in der Regel eine eigene Drohnenpolice. Lass dir die Bedingungen immer von deinem Versicherer bestätigen.
Wie lange sind die österreichische Drohnenregistrierung und die Kompetenznachweise gültig?
Die Betreiberregistrierung ist 3 Jahre gültig und muss danach über Austro Control erneuert werden. Die Kompetenznachweise halten länger: Die theoretische Online-Kompetenz A1/A3 und das A2-Fernpilotenzeugnis sind gemäß UAS.OPEN.070 der Verordnung (EU) 2019/947 jeweils fünf Jahre gültig, danach validierst du sie neu oder frischst sie auf. Da die Kompetenz EU-weit gilt, ist ein österreichischer A1/A3- oder A2-Nachweis in allen EASA-Mitgliedstaaten anerkannt.
Was ist der Unterschied zwischen dem A1/A3-Führerschein und dem A2-Zertifikat?
Die Online-Kompetenz A1/A3 ist der grundlegende, kostenlose Nachweis, der über eine Online-Prüfung mit 40 Fragen bestanden wird, und sie deckt die leichtesten Drohnen ab (A1, Klassen unter 900 g) sowie die abstandswahrenden A3-Einsätze (bis 25 kg, 150 m von Menschen und bebauten Gebieten). Das A2-Zertifikat ist eine Aufstockung für 69,60 EUR mit einer Prüfung aus 30 Fragen; es erlaubt dir, C2-Drohnen unter 4 kg näher an unbeteiligten Personen zu fliegen, bei 30 m oder 5 m im Langsamflugmodus. Wenn du eine mittelgroße Kameradrohne besitzt und in der Nähe von Menschen fliegen musst, lohnt sich A2; andernfalls reicht A1/A3.
Wie alt muss ich sein, um eine Drohne in Österreich zu registrieren und zu fliegen?
Um dich als Drohnenbetreiber bei Austro Control zu registrieren, musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Um den Drohnenführerschein (die A1/A3-Kompetenz) zu machen, beträgt das Mindestalter 16 Jahre. Jüngere Piloten dürfen trotzdem fliegen, aber nur unter der direkten Aufsicht eines qualifizierten Fernpiloten. Diese Altersregeln gelten für die offene Kategorie: Der Betreiber, der sich registriert und die Versicherung hält, ist der verantwortliche Erwachsene, während das Pilotenalter regelt, wer die Drohne tatsächlich steuern darf.